Lexikon zur Sterbegeldversicherung

Todesfallleistung

Die Todesfallleistung der Sterbegeldversicherung ist die Summe, die im Fall des Todes der versicherten Person an die Begünstigten der Sterbegeldversicherung ausbezahlt wird.Die Todesfallleistung kann aufgrund der erzielten Überschüsse im Laufe des Vertrages auch die zu Beginn der Sterbegeldversicherung vereinbarte Versicherungssumme überschreiten. Zudem gibt es bei vielen Tarifen, die Todefallsumme im Fall eines Todes durch Unfall zu verdoppeln.
In den ersten Jahren kann die Todesfallleistung auch unter der vereinbarten Versicherungssumme liegen, da sich diese in den ersten 12-36 Monaten je nach Tarif der Sterbegeldversicherung langsam aufbaut.

Versicherungssumme

Die Versicherungssumme ist die Summe, die bei Abschluss der Sterbegeldversicherung vereinbart wird.Wird beispielsweise eine Versicherungsumme von 10.000 Euro vereinbart, steht, je nach Tarif der Sterbegeldversicherung, in den ersten 12-36 Monaten eine etwas geringere Todesfallleistung als die Versicherungssumme zur Verfügung. Ab diesem Zeitpunkt steht dann mindestens eine Todesfallleistung in Höhe der Versicherungssumme zur Verfügung, welche sich dann im Laufe der Zeit durch Überschussbeteiligungen sogar noch deutlich erhöht. Im Fall einer vorzeitigen Vertragsauflösung durch den Versicherungsnehmer, wird die dann vorhandene Versicherungssumme abzüglich eventueller Stornokosten ausbezahlt, diese bildet den Rückkaufswert.

Versicherungsnehmer

Der Versicherungsnehmer ist der rechtliche Inhaber der Sterbegeldversicherung. Er ist dazu verpflichtet die Beiträge zu entrichten und ihm steht als Inhaber des Versicherungsscheines auch die Auszahlung der Versicherungsleistung zu. Im Todesfall würden diese Rechte an den gesetzlichen Erben übergehen. Des Weiteren kann der Versicherungsnehmer zu Lebzeiten auch die Begünstigten im Todesfall ändern oder einen Vertrag kündigen.

Versicherte Person

Die Versicherte Person ist die Person auf dessen Leben die Sterbegeldversicherung abgeschlossen wird. Tritt der Tod der versicherten Person ein, wird die Zahlung der Todesfallsumme bzw. der Versicherungssumme an den Versicherungsnehmer bzw. an einen Begünstigten fällig. In der Regel sind versicherte Person und der Versicherungsnehmer identisch, dies muss aber nicht der Fall sein. Ebenso kann beispielsweise der Versicherugsnehmer auch der Ehemann sein und eine Sterbegeldversicherung auf das Leben seiner Frau ( der versicherten Person) abschließen. Dies kann je nach Konstellation auch steuerliche Vorteile haben. Da im Todesfall die Auszahlung der Versicherungsleistung an den Versicherungsnehmer direkt erfolgen würde und hier keinerleich Erbschaftssteuer oder ähnliches anfallen würde.

Eintrittsalter

Der Beitrag der Sterbegeldversicherung richtet sich nach dem Eintrittsalter, also dem Alter, in dem auf das Leben der versicherten Person eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen wurde. Der Einfachheit halber berechnen die meisten Versicherungsgesellschaften das Eintrittsalter einfach nach der Formel : Jahr heute – Geburtsjahr. Es ergibt sich also meist kein Unterschied, egal ob jemand am Anfang oder Mitte eines Jahres Geburtstag hat.
Je niedriger das Eintrittsalter, also das Alter in dem die Sterbegeldversicherung abgeschlossen wurde, desto niedriger ist logischerweise die zu zahlende Monatsprämie. Denn zum einen ergibt sich daraus eine längere Beitragszahlungsdauer bis zu 85. Lebensjahr, so dass die insgesamt zu entrichtenden Beiträge auf einen längeren Zeitraum aufgeteilt werden können. Dies gilt ebenso für die im Beitrag eingerechneten Beiträge für den Risikoschutz, welche durch die längere Beitragszahlungsdauer ebenfalls zu einer geringeren Monatsbelastung führen.
Je nach Tarif der Sterbegeldversicherung muss das Eintrittsalter bei mindestens 35 Jahren liegen und darf maximal 80 Jahre bei Abschluss der Sterbegeldversicherung betragen.

Bezugsberechtigung

Der Versicherungsnehmer kann bei Antragstellung, aber auch später eine beliebige Person als Bezugsberechtigten im Todesfall angeben. Die Bezigsberechtigung ist bei der Sterbegeldversicherung widerruflich, kann also jederzeit mit schriftlichem Auftrag vom Versicherungsnehmer geändert werden. Der Bezugsberechtigte hat, wie der Name sagt, das Recht im Versicherungsfall, die Todesfallleistung zu beziehen.Wird kein Bezugsberechtigter vom Versicherungsnehmer gewählt, ist zunächst der Versicherungsnehmer bezugsberechtigt, ist dieser gleichzeitig die versicherte Person und dann entsprechend nicht mehr am Leben, sind die gesetzlichen Erben automatisch bezugsberechtigt. Natürlich kann die Bezugsberechtigung auch auf Personen gehen, die nicht mit dem Versicherungsnehmer oder der versicherten Person verwandt sind.

Wartezeit

Die Wartezeit ist die Zeit, in der noch kein oder nur ein eingeschränkter Todesfallschutz besteht. Je nach Tarif der Sterbegeldversicherung beträgt die Wartezeit 12-36 Monaten. Üblicherweise wird ausser bei einem Unfalltod innerhalb der ersten 12 Monate gar keine Versicherungsleistung ausgezahlt, wenn die versicherte Person stirbt. Danach erhöht sich die abgesicherte Todesfallleistung schrittweise und erreicht die Zielsumme nach 36 Monaten.Da es sich im Sterbegeldversicherung Vergleich um Tarife ohne Gesundheitsprüfung handelt, müssen die Versicherer mit Wartezeiten arbeiten, damit nicht Personen Versicherungsschutz beantragen, deren Tod bei Abschluss bereits ersichtlich ist. Dies würde zu enormen Beitragsanpassungen führen, die von den Versicherten aufzufangen wären.

Unfalltod

Die meisten Sterbegeldversicherungen verzichten für den Fall eines Unfalltodes auf die Wartezeit. Zudem lässt sich die maximal wählbare Versicherungssumme für einen Unfalltod deutlich erhöhen, in der Regel sogar verdoppeln.
Bei einem Unfalltod ist innerhalb von 48 Stunden dem Versicherer der Todesfall anzuzeigen, damit dieser rechtzeitig prüfen kann, ob es sich tatsächlich um einen Unfalltod und nicht um einen natürlichen Tod handelt, bei welchem unter Umständen geringere Versicherungssummen gelten würden.Eine Erhöhung der Todesfallsumme der den Fall eines Unfalltodes kostet nur wenige Cent mehr und ist daher zu empfehlen. Insbesondere ältere Personen können leicht stürzen oder einem Unfall zum Opfer fallen, eine zusätzliche Absicherung im Rahmen der Sterbegeldversicherung kann also nicht schaden.

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