Häufige Fragen zur Sterbegeldversicherung

Ist der Abschluss einer Sterbegeldversicherung sinnvoll?

  • Der Abschluss einer Sterbegeldversicherung ist insbesondere für Personen sinnvoll, die eine herkömmliche Lebensversicherung oder eine Risikolebensversicherung zum Beispiel aufgrund vorhandener Vorerkrankungen nicht mehr erhalten. Des Weiteren gelingt es den meisten Menschen nicht, einen kleinen Teil sinnvoll zurückzulegen, um diese angesparte Summe den Hinterbliebenen zur Finanzierung der Beerdigungskosten zu hinterlassen.
  • Eine Sterbegeldversicherung lässt eine Absicherung bereits für oft 15-20 Euro im Monat zu und versetzt den Versicherten in eine Art Sparzwang, damit die benötigte Versicherungssleistung dann zur Verfügung steht, wenn der Tod eintritt. Insofern ist die Sterbegeldversicherung vor allem für Personen mit geringerem Einkommen sehr interessant, die jedoch Hinterbliebene haben, die im Todesfall für die Beerdigungskosten aufkommen müssten.
  • Ebenso interessant ist die Sterbeldversicherung für Familienoberhäupter, aber auch Mütter interessant, die unkompliziert ohne Gesundheitsfragen bis zu 20.000 Euro Todesfallsleistung absichern möchten.Für Personen mit entsprechenden Vorerkrankungen, die keinen anderen geeigneten Todesfallschutz erhalten lohnt der Abschluss einer Sterbegegeldversicherung ebenfalls.
  • Der Vorteil ist zudem, dass die Sterbegeldversicherung einen lebenslangen Versicherungsschutz bietet, Beiträge jedoch maximal bis zum 85. Lebensjahr zu entrichten sind. Die eingezahlten Beiträge, die nicht zur Finanzierung des Todesfallsschutzes verwendet werden, werden verzinslich angelegt. Egal, wann der Tod daher eintritt, es steht entweder mindestens die dann versicherte Todesfalleistung zur Verfügung, bei späterem Tod erhöht die Überschussleistung dann jedoch noch die Mindesttodesfallsummen um einen attraktiven Betrag.
  • Insbesondere bei einem Todesfall innerhalb der ersten 5-10 Jahre nach Abschluss der Sterbegeldversicherung liegt die Versicherungsleistung deutlich über der Summe der eingezahlten Beiträge, danach erhöht die verzinsliche Ansammlung jedoch noch die abgesicherte Versicherungssumme.
    Angesichts andauernd niedriger Zinsen auf dem Sparbuch und sicheren Festgeldanlagen spricht für Personen, die eine zusätzliche Todesfallabsicherung ohne Gesundheitsfragen wünschen, alles für den Abschluss einer Sterbegeldversicherung.
  • Die Alternative einer flexiblen Tagegeldanlage kann die Rendite der Sterbegeldversicherung nur bei jüngeren gesunden Personen übertreffen, denn tritt der Todesfall bereits nach wenigen Jahren ein, würde bei einer alternativen Anlagen zum Beispiel mit einem Sparbuch, längst die die Versicherungsleistung zur Verfügung stehen, die eine Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen zur Vergügung stellt.

Verlangen die Versicherer eine Gesundheitsprüfung?

  • Eine Sterbegeldversicherung ist nichts anderes als eine kleine Lebensversicherung mit lebenslangem Versicherungsschutz. Unserer Meinung nach fahren insbesondere jüngere und gesunde Antragsteller mit dem Abschluss einer Lebensversicherung oder Sterbegeldversicherung mit Gesundheitsfragen besser. Alle anderen sollten jedoch die zahlreichen Angebote in Anspruch nehmen, die Sie auch in unserem Sterbegeldversicherung Vergleich finden. Dort befinden sich hauptsächlich Tarife ohne Gesundheitsprüfung. Um das Kostenrisiko jedoch angemessen kalkulieren zu können, steht die volle Versicherungsleistung in der Regel nicht sofort nach Vertragsabschluss in vollem Umfang zur Verfügung. Je nach Tarifvariante baut sich die Ziel-Todesfallsumme innerhalb der ersten 12-36 Monate auf bei einer Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung.
  • Die am schnellsten leistenden Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung leisten teilweise bereits nach 12-18 Monaten in vollem Umfang. Zuvor wird eine anteilige Todesfallsumme bei einem vorherigen Todesfall an die Begünstigten ausgezahlt. Innerhalb der ersten 6 Monate werden in der Regel nur die eingezahlten Beiträge an die Hinterbliebenen zurückerstattet, wenn der Tod in diesem Zeitraum eintritt.
  • Ausgenommen sind hierbei in der Regel Todesfälle, die durch einen Unfall hervorgerufen wurden. Hier muss allerdings darauf geachtet werden, dass der Todesfall rechtzeitig innerhalb von 48 Stunden dem Versicherer mitgeteilt wird.

Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

  • Zunächsteinmal steht die ausgezahlte Versicherungsleistung der Sterbegeldversicherung den Begünstigten zur freien Verfügung, wenn gleich sie natürlich meist zur Absicherung der Beerdigungskosten abgeschlossen wurde.
    Die Beerdigungskosten können stark variieren. In Deutschland ist davon auszugehen, dass die einfachste Form der Bestattung, die Einäscherung bereits Kosten von mindestens 3000 Euro verursacht.
  • Je nach Aufwand und Umfang können die Kosten auch leicht in der Größenordnung von 5000 – 1000 Euro liegen. Wer darüber hinaus eine finanzielle Absicherung wünscht und die Sterbegeldversicherung als generelle Todesfallabsicherung für die Hinterbliebenen versteht, der sollte die max. mögliche Todesfallsumme absichern. Diese liegt je nach Tarif, bei 20000. bis max. 25.000 Euro.
  • Wobei natürlich auch Sterbegeldversicherungen bei unterschiedlichen Versicherungsgesellschaften gleichzeitig abgeschlossen werden können.
    Je nach Intention des Versicherungsnehmers, Bedarf und Wünschen bezüglich der eigenen Beerdigung variiert die zu empfehlende Versicherungssumme demnach zwischen 3.000 und 25.000 Euro.

Wann wird die Versicherungssumme ausgezahlt?

  • Die Versicherungssumme wird bei Nachweis des Todes der versicherten Person an die im Versicherungsschein der Sterbegeldversicherung begünstigten Personen ausgezahlt.
  • Natürlich bildet sich im Laufe der Zeit ein Rückkaufswert für die Sterbegeldversicherung, so dass auch eine vorzeitige Auflösung des Vertrages beispielsweise nach 12-15 Jahren möglich wäre. In diesem Fall wären die erzielten Überschüsse jedoch nach dem Halbeinkünfteverfahren zu versteuern, es würde der Rückkaufswert an den Versicherungsnehmer ausbezahlt werden.
  • Ansonsten gilt der Versicherungsschutz der Sterbegeldversicherung lebenslang und die Versicherungssumme plus zusätzlich angesammelter Überschussbeteiligung wird nach dem Todesfall oder spätestens bei Erreichen des 100. Lebensjahres zur Auszahlung kommen.

Müssen Beiträge lebenslang gezahlt werden?

  • Je nach Tarif, müssen Beiträge für die Sterbegeldversicherung meist maximal bis zum 85. Lebensjahr entrichtet werden. Ab diesem Zeitpunkt besteht natürlich weiterhin Versicherungsschutz und das bereits vorhandene Kapital (Guthaben) wird weiter verzinslich angesammelt und an den Überschüssen der Versicherungsgesellschaft beteiligt. In einigen Tarifen ist es eine Beitragszahlungsdauer bis zum max. 100. Lebensjahr notwendig, dort liegt dafür der Beitrag dann in der Regel auch niedriger.
  • So oder so könnte jedoch nach mindestens 5 Jahren Beitragszahlungsdauer eine Beitragsfreistellung vereinbart werden, ist das 85. Lebensjahr dann noch nicht erreicht, würde die Versicherungssumme der Sterbegeldversicherung entsprechend reduziert werden.

Sind Sterbegeldversicherungen Hartz-IV sicher?

  • Die Sterbegeldversicherung ist eine kleine kapitalbildende Lebensversicherung. Auch Hartz IV Empfängern steht der Behalt gewisser Freigrenzen beim Vermögen zu. Da der Rückkaufswert der Sterbegeldversicherung deutlich unter diesen liegen dürfte, müsste die Sterbegeldversicherung auch nicht gekündigt werden.
  • Zudem gilt das Vermögen nach einem Urteil des Sozialgerichtshofes als Schonvermögen und darf nicht bei einer Hartz IV Inanspruchnahme verwertet werden. Je nach Kenntnissen des jeweiligen Amtes wird also der Rückkaufswert der Sterbegeldversicherung komplett nicht angerechnet und ist demnach Hartz IV sicher. Sterbegeldversicherungen sind demnach auch besonders für Kleinverdiener geeignet.
  • Zudem gibt es bei ALG1 die Möglichkeit, die Arge zeitweise an der Erstattung der Beiträge für den Versicherungsschutz zu beteiligen. Dafür müsste ein Vertrag allerdings auch mindestens 12 Monate vor Eintritt der Arbeitslosigkeit bestanden haben.

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