Wie bei jeder Versicherung sollte auch bei der Sterbegeldversicherung vor Abschluss ein gründlicher Versicherung Vergleich vorgenommen werden, um den individuellen Versicherungsbedarf best möglichst abzudecken.
Bei einer guten, leistungsstarken Sterbegeldversicherung kostet frühzeitig abgesichert deutlich weniger als zehn Euro. Schließt ein 30jähriger eine Sterbegeldversicherung ab liegen die Beiträge bei der Solidar bei 7 Euro monatlich. Etwas höher ist der Betrag der Ge-Be-In mit knapp 8 Euro, allerdings sollte hier beachtet werden, dass keine Wartezeit besteht, d. h. die garantierte Versicherungssumme für den Todesfall würde sofort ohne Abstriche ausgezahlt werden. Das ist bei der Solidar anders, die eine Wartezeit von einem halben Jahr hat, ab 50 Jahre sogar von drei Jahren. Die Barmenia, die allerdings auch schon über neun Euro kostet hat eine pauschale Wartezeit von 1,5 Jahren.
Nachteilig bei der Ge-Be-In und der Solidar ist aber, dass eine Aufnahme nur bis zum 65 Lebensjahr möglich ist. Die Barmenia nimmt dagegen Versicherte noch bis zum 75. Lebensjahr auf. Und: Es gibt sogar Sterbegeldversicherungen, die noch bis zum 85. Lebensjahr Versicherte aufnehmen. (Man muss aber beachten, dass natürlich bei später Aufnahme der Beitragssatz im Monat sehr hoch ausfällt).
Bei allen drei genannten Sterbegeldversicherungen ist bis 85 Jahre der monatliche Beitragssatz zu zahlen. Liegt eine lebensbedrohliche Erkrankung vor, sollte nich die Ge-Be-In gewählt werden, da hier eine Gesundheitsfrage gestellt wird.
Tritt der Todesfall bereits vor Ablauf der Wartezeit und damit dem Erreichen des vollen Versicherungsschutzes ein, besteht bei allen drei Versicherungen ein Anspruch auf Leistung. Die Barmenia erstattet dann sogar die eingezahlten Beiträge (ohne Zinsen) zurück, bei der Solidar besteht eine Wartezeit von sechs Monaten, danach werden ebenfalls die gezahlten Beiträge zurück erstattet und zwar gestaffelt nach der Zeit. Zwischen dem siebten und zwöften Monat werden lediglich die Beiträge zurück gestellt, im 13. bis 24. Monat bereits ein Drittel der Versicherungssumme, danach bis zum 36. Monat zwei Drittel (fest garantiert sind aber nur die gezahlten Beiträge).
Die Ge-Be-In ist günstiger bei Unfalltod, da hier bis zum 65. Lebensjahr die doppelte Summe gezahlt wird, wenn der Tod als Folge eines Unfalles eintritt, die Solidar und die Barmenia gewähren lediglich die vereinbarte Versicherungssumme sofort. Allerdings bietet fast jede Versicherung gegen eine etwas höheren Beitrag eine erhöhte Zahlung bei Unfalltod an.
Schließt man dagegen erst mit 60 Jahren eine Sterbegeldversicherung ab, sieht die Situation deutlich anders aus. Erstmal sind natürlich die Beiträge deutlich höher. Die günstigste Versicherung liegt dann bei um die 24 Euro (bei 30jährigen nur 7 Euro). Der deutliche monatliche Beitragsunterschied ist ein klares Argument, sich frühzeitig über den Abschluss einer Sterbegeldversicherung Gedanken zu machen. Eine monatliche Mehrbelastung um mehr als den dreifachen Betrag ist nicht unerheblich, auch wenn man die ganzen Jahre zuvor den Beitrag gespart hat. Für den Fall, dasss eine Risikolebensversicherung nicht abgeschlossen werden kann wegen Krankheiten, stellt die Sterbegeldversicherung in jeden Fall eine zu erwähnende Alternative dar.
Bei einer Versicherungssumme von 5000 Euro liegt hier nur noch die Solidar unter eine von den drei günstigsten Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen, mit einen Beitrag von ca. 24 Euro im Monat.
Allerdings sollte hier, wie bei jeder anderen Versicherung auch, nicht nur auf die Höhe des Beitrages geschielt werden. Viel entscheidender ist, was die Sterbegeldversicherung am Ende leistet. Ein oder drei Euro mehr im Monat können sich oft auszahlen, wenn z. B. die Überschussbeteiligung oder die Leistung bei Unfalltod besser ist.
Seitdem die Bundesregierung keine Sterbegeld Absicherung mehr zahlt, sollten sich die Bürger Gedanken über eine Absicherung machen, damit im Todesfall zu der Tauer nicht noch finanzielle Folgen kommen.