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Dass die Bewältigung des Todes nicht weniger schwierig ist als die Bewältigung des Lebens hat einst ein kluger Kopf einmal gesagt. Das war auch bestimmt einer der Gründe, warum bereits im Deutschen Kaiserreich unter Fürst Bismarck eine gesetzliche Sterbegeld Absicherung eingeführt wurde. Die Trauernden sollten zumindest bei der finanziellen Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen, die mit dem Tod eines Familienmitgliedes verbunden sind, eine gewisse Unterstützung erhalten und sich nicht alleine gelassen fühlen. Leider ist im Zuge weiterer Reformen des Sozialversicherungssystems das gesetzliche Sterbegeld 2004 ersatzlos gestrichen worden, nachdem bereits der damalige Gesundheitsminister Blüm das Sterbegeld in den 80er Jahren fast halbiert hatte. Das heißt also, dass die Hinterbliebenen heute so gesehen schlechter dastehen als noch vor Bismarck, da sie für den Todesfall überhaupt keine finanzielle Unterstützung von Seiten des Staates erhalten.

Was aus fiskalpolitischen Gesichtspunkten vielleicht erforderlich gewesen ist, ist es lange nicht aus Gründen der Moral, denn die Erweisung der letzten Würde sollte nicht vom finanziellen Status einer Familie abhängen. Doch man kann durchaus zu günstigen Bedingungen mit einer privaten Sterbegeldversicherung vorsorgen. Im Gegensatz zu anderen Zusatzversicherungen, mit denen die Versicherungsnehmer für den Ruhestand vorsorgen wollen, ist eine Sterbegeldversicherung auch vor dem Staat sicher, da diese im Ernstfall nicht für Hartz IV heran gezogen werden darf. Darüber hinaus bietet eine Sterbegeldversicherung gegenüber z. B. einer Lebensversicherung den Vorzug, dass diese ab Vertragsabschluss lebenslang leistet und nicht zu einem fest gelegten Zeitpunkt. Die Versicherungssumme wird also exakt dann ausgezahlt, wenn es die Betroffenen am dringensten brauchen. Leider tritt der Tod oft auch überraschend ein, so dass nicht immer die Möglichkeit bzw. aus guten Gründen nicht die Erwartungshaltung für den Ernstfall bestanden hatte. Besonders vorteilhaft ist es daher einen Tarif zu wählen, der im Falle eines Unfalltodes die doppelte Versicherungssumme leistet. Eine einfache Beerdigung kann schon ohne aufwendigen Grabstein und die langfristige Grabmahlpflege über 5.000 Euro kosten. Davon abgesehen fallen noch eine ganze Reihe weiterer Kosten an, von der Todesanzeige, über Sterbeurkunde bis hin zu den Kosten für einen Leichenschminker, der dafür sorgen kann, dass der Verstorbene bei einer Aufbarung im Trauergottesdienst wie ein friedlich schlafender aussieht und nicht gerade so wie ein Toter. Eine Sterbegeldversicherung kann also von unschätzbaren Wert sein, wenn dadurch gewährleistet wird, dass die Beerdigung und alle sonstigen unmittelbar mit der Trauer verbundenen Leistungen so ausgestaltet werden, wie es sich die Hinterbliebenen wünschen und der Verstorbene es sich wohl gewünscht hätte bzw. es einfach für erforderlich gehalten wird.