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01
September

Sterbegeldversicherung – warum Kritiker falsch liegen

Written by admin. Kommentare deaktiviert für Sterbegeldversicherung – warum Kritiker falsch liegen Posted in: Sterbegeldversicherung
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Der Abschluss einer privaten Sterbegeldversicherung „lohnt“ sich immer, egal zu welchen Zeitpunkt der Tod des versicherten Familienmitgliedes eintritt. Schon Bismarck erkannte im 19. Jahrhundert, dass die Erweisung der letzten Würde für einen geliebten Mitmenschen eine sehr große moralische Dimension hat. Eine angemessene Ausgestaltung von Beisetzung und Trauerfeier darf daher keine Frage von Status und Vermögen sein, sondern sollte jeden Menschen ermöglicht werden. Denn einen Punkt haben alle Menschen gemeinsam: Dass jeder einmal sterben muss! Bismarck sicherte daher die Bürger mit einer gesetzlichen Sterbegeld Absicherung ab. Im Rahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung wurde so bis 2004 ein Sterbegeld gezahlt.

Mit der ersatzlosen Streichung des Sterbegeldes sind die Bürger mehr denn je gefordert, selbst für den Ernstfall „Tod“ vorzusorgen. Das geht, wie Kritiker der Sterbegeldversicherung meinen, aus vielen Gründen nicht mit dem konservativen Sparstrumpf!

Zwar stimmt es, dass Sterbegeldversicherungen nach der durchschnittlichen Lebenserwartung kalkuliert sind, wodurch Menschen, die sehr alt werden, am Ende das ausgezahlte Sterbegeld auch an Beiträgen eingezahlt haben, doch ein Blick in die Todesanzeigen der Tageszeitungen zeigt, dass der Tod leider nicht immer eine Frage des Alters ist.

Eine Sterbegeldversicherung sichert jedoch Familien ein Leben lang ab, was nicht der Fall ist, wenn anstelle der gezahlten Beiträge das Geld angespart werden soll. Das gute Vorhaben in allen Ehren, doch wer ist schon bereit für den evtl. Todesfall in der Familie Geld zu sparen, geschweige denn dass dabei auch ein „frühzeitiges“ Ableben berücksichtigt wird.

Stirbt ein Familienmitglied unerwartet früh ist bei der Sparalternative bei weitem nicht genug Geld für Beerdigung und Trauerfeier beiseite gelegt. Die Sterbegeldversicherung zahlt dagegen sofort das vereinbarte Sterbegeld, womit die Meinung von Kritikern, die Beiträge summieren sich zu einer mit dem des Sterbegeldes gleich hohen Summe zwar auch widerlegt werden. Der Kern der Angelegenheit trifft aber ein anderer Aspekt: Eine Zusatzversicherung ist immer in erster Linie eine Risikoabsicherung und keine Lotterie oder Auszahlungsmaschine. Entscheidend bei der Entscheidung für eine Sterbegeldversicherung ist gerade die Tatsache, dass die „letzte Würde“ für einen Menschen nicht von der finanziellen Situation abhängen darf.

Doch selbst Familien, die finanziell relativ gut gestellt sind, werden durch den Tod eines Angehörigen auch in monetärer Hinsicht schwer getroffen. Zum einen zieht der Tod eines Familienangehörige nicht nur direkte Kosten nach sich, die kurzfristig durch  Trauerfeier und Beerdigung entstehen, sondern auch langfristige Kosten, die mit Trauerbewältigung und der gesamten Umstellung des bisherigen Lebens einher gehen.