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16
Dezember

Mehrausgaben für Weihnachten und das schnelle Vergnügen – aber sparen bei der Beisetzung?

Written by admin. Kommentare deaktiviert für Mehrausgaben für Weihnachten und das schnelle Vergnügen – aber sparen bei der Beisetzung? Posted in: Sterbegeldversicherung
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Der Durschnittsdeutsche will in diesem Jahr trotz Wirtschaftskrise mehr für Weihnachtsgeschenke ausgeben als im letzten Jahr. Im Schnitt plant jeder 226 Euro für Weihnachtsgeschenke ein, fünf Euro mehr als im letzten Jahr. Der Einzelhandel braucht sich also kaum Sorgen machen, dass sich die Wirtschaftskrise negativ auf ihren Umsatz auswirken wird. Ebenso wenig betroffen sind Freizeiteinrichtungen wie Schwimmbäder, Vergnügungsparks oder sonstige Einrichtungen und Ausflugsziele, die sich gut für einen Eintagesbesuch oder einen Wochenendurlaub eignen. Im Gegenteil profitiert diese Branche sogar noch von der Wirtschaftskrise deutlich. Beispielsweise verzeichnete der Heide Park und der Hansa Park ein Umsatzplus von 20 bis 30 % gegenüber dem Vorjahr.

Bedauerlich ist aber, dass gerade seit dem Wegfall der Gesetzlichen Sterbegeld Absicherung offenbar an der Beisetzung gespart wird. Urnenbestattungen nehmen immer mehr zu, wohl auch, weil diese billiger sind als eine „herkömmliche“ Beisetzung. Dabei muss aber auch für einen Urnenbestattung meistens weit mehr als 2.000 Euro bezahlt werden. Die Kosten für eine Erdbestattung liegen schon ohne zusätzliche Sonderleistungen bei über 5.000 Euro.

Vor dem Hintergrund, dass eine private Sterbegeldversicherung, je nach Eintrittsalter, selten mehr als 20 Euro im Monat kostet und gegenüber z. B. einer Lebens- oder Risikolebensversicherung einige Vorteile bietet, ist die Tendenz die Kosten einer Beisetzung senken zu wollen, moralisch nicht zu begründen.  Zu einer Sterbegeldversicherung gibt es keine Alternative, weil wohl kaum einer bereit ist, monatlich separat Geld für seine Beerdigung bei Seite zu legen und es dann auch nicht gewährleistet ist, dass das Geld nicht doch für spontan notwendige Anschaffungen ausgegeben wird.

Nur, weil der Verstorbene Mitglied einer eher sozial schwachen Familie gewesen oder in einer wirtschaftlich schwierigen Phase verstorben ist, sollte die Ausgestaltung der Beisetzung keine Frage des Geldes sein.

Die Notwendigkeit zu wirtschaften durchdringt und prägt unser ganzes Leben, sie sollte nicht auch noch über die Frage, wie die Beisetzung vonstatten gehen soll, entscheiden. Hier sollte lediglich dem Wunsch des Verstorbenen bzw. der trauernden Familienangehörigen Rechnung getragen werden, zumal der Tod eines geliebten Mitmenschen eine absolute Ausnahmesituation im Leben ist.