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Wer an den Tod und an die damit verbundene Beerdigung denkt, hat zwangläufig Bilder vom Friedhof im Kopf. Dabei muss die Beisetzung nicht auf einen Friedhof erfolgen. Es gibt zahlreiche Alternativen zur Friedhofsbeisetzung. Am geläufigsten ist die Seebestattung, doch diese ist nur eine unter vielen Möglichkeiten.

Doch das gesellschaftliche Bewusstsein für Ruhestätten, die faszinierend und individuell sind, ist (noch) nicht vorhanden. Mehr als 95 % aller Beisetzungen sind Erd- und Feuerbsestattungen. Während im Westen und Süden von Deutschland sich die meisten für eine Erdbestattung entscheiden, tendiert der Osten und Norden eher zur Feuerbestattung, vorwiegend die Seebestattung.

Doch das ist nicht die einzige Möglichkeit. Seit einigen Jahren gibt es in Deutschland auch die sog. „Friedwaldbestattung“. Dabei wird die Urne für eine Zeit von mindestens 99 Jahren im Wurzelwerk eines Baumes bestattet. Der Vorteil dieser Variante ist, dass die Hinterbliebenen einen bestimmten Ort haben, den sie aufsuchen können und die Pflege „automatisch“ von der Natur übernommen wird. Es besteht auch die Möglichkeit sich für die ganze Familie einen Baum zu sichern.

Auch wenn es in Deutschland nicht möglich ist, die Asche des Verstorbenen an die Trauernden zu übergeben, geht dies, indem z. B. der Umweg über die Schweiz gesucht wird. Dann kann sogar eine Urne im Wohnzimmer der Hinterbliebenen aufbewahrt werden.

Eine sehr seltene, aber u. U. aus psychologischen Gesichtspunkten durchaus erwägenswerte Variante der Feuerbestattung ist es, einen Teil der Asche des Verstorbenen in einem Diamanten oder Amulette zu verewigen. So kann der Trauernde den geliebten Menschen immer in gewisser Weise bei sich haben. Ein Diamant von 0,5 Karat ist für 4.000 Euro zu haben. Rechnet man die sonstigen Kosten zusammen, kommt schnell eine beachtliche Summe zusammen, die aber sehr gut durch eine Sterbegeldversicherung abgesichert werden kann, ohne dass die Familienangehörige in finanzielle Bedrängnis geraten.

Für Weltraumfanatiker oder einfach nur für alle, die einmal als Sternschnuppe enden wollen, gibt es inzwischen auch die Option der Weltraumbestattung. Allerdings wird es sehr schnell besonders kostspielig die Asche des Verstorbenen in den Weltraum zu schießen. Bereits sieben Gramm ksoten beim Unternehmen „Space Services“ über 5.000 Dollar. Für ein Gramm Asche auf den Mond werden schon über 12.000 Dollar fällig. Hinzu kommen natürlich noch die Kosten der „restlichen“ Feuerbestattung.

Damit aber die Wahl des Erweisen der letzten Ehre keine Frage des Geldes ist, sollte eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen werden. Es gilt zu bedenken: Während früher der Staat, übrigens bereits unter Bismarck, eine staatliche Sterbegeld Absicherung zahlt, gibt es jetzt vom Staat überhaupt nichts mehr, was besonders tragisch ist, wenn der Tod überraschend z. B. in Folge eines Unfalles eintreten sollte. Den Tod bezahlt man selbst mit den Leben, aber die geliebten Familienangehörigen zusätzlich zu der ungeheuren Trauer sind die Kosten einer Beerdigung enorm.